Aufbau, Funktion und Zyklus im Spritzguss

Ein Spritzgusswerkzeug besteht in der Regel aus zwei Werkzeughälften, der Düsenseite (hier rechts im Bild) und der Auswerferseite (links). Dieses Werkzeug ist geöffnet und der Formeinsatz der Auswerferseite ist sichtbar.

Der Formeinsatz der Auswerferseite bildet den einen Teil der Kavität. Den zweiten Teil bildet der düsenseitige Formeinsatz, der auf dem Bild verdeckt ist. Die beiden Formeinsätze umschließen den Hohlraum (Kavität), der während der Produktion mit flüssigem Kunststoff ausgefüllt wird.

Produktionszyklus Spritzgießen

Im Produktionseinsatz werden die beiden Werkzeughälften in einem gleichmäßigen Zyklus zusammen und wieder auseinander gefahren. Im geschlossenen Zustand wird flüssiger Kunststoff eingespritzt, im geöffneten Zustand werden die erstarrten Teile ausgeworfen. Dies sind die einzelnen Arbeitsschritte:

  1. Die Form wird mit Kunststoff gefüllt
  2. Der Kunststoff kühlt ab und erstarrt
  3. Das Werkzeug öffnet
  4. Das Bauteil wird ausgeworfen
  5. Das Werkzeug schließt ... weiter bei 1.

Der Zyklus dauert je nach Werkzeug einige Sekunden bis Minuten.

Der Werkzeugaufbau muss äußerst stabil und widerstandsfähig sein, weil während der Produktion mit hohen Temperaturen (250 bis 300 Grad C) und hohem Druck (bis 300 Bar) in sehr kurzer Zeit die Form ausgefüllt wird.

Während der Serienproduktion verschleißt das Werkzeug duch die hohe Beanspruchung. Spezieller Werkzeugstahl, der zusätzlich noch gehärtet wird, erlaubt Standzeiten über Jahre hinweg.

Herstellungskosten von 50.000 bis 200.000 Euro für eine solche Form sind keine Seltenheit. Den größten Aufwand bereiten die inneren Formeinsätze. Aus einer Spritzgussform mit gehärteten Formeinsätzen können einige Millionen Teile (materialabhängig) hergestellt werden.

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